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Die Geschichte des Weihnachtsbaums

Jeder kennt das Lied vom Tannenbaum, der nicht nur zur Weihnachtszeit grünt, sondern auch im Winter, wenn es schneit. Alle Jahre wieder steht daher pünktlich zum Heiligen Abend ein geschmückter Weihnachtsbaum im Wohnzimmer. Rund 25 Millionen Bäume sind es, die jährlich in Deutschland gekauft werden, neuerdings auch online. Bei den ersten Weihnachtsbaum-Shops kann man Weihnachtsbäume online bestellen und rechtzeitig zum Fest liefern lassen. So entledigt man sich des stressigen Weihnachtsbaumkaufens im Weihnachtsrummel.

Vom heidnischen Brauchtum zum Welterfolg

Ein Christbaum, wie der Weihnachtsbaum auch genannt wird, zählt für viele Menschen zu den stimmungsvollen Zugaben an Weihnachten. Bereits in früheren Zeiten war es in verschiedenen Kulturen üblich, das Zuhause zu bestimmten Anlässen mit Grünem zu gestalten. Während von den Germanen der Julbogen bekannt ist, verwendeten die Römer Lorbeerzweige zum Jahreswechsel. Im Mittelalter war es weit verbreitet, das Haus mit immergrünen Zweigen zu schmücken. Mistel, Wacholder und Tannenzweige waren sehr beliebt. Mit den Zweigen wollten die Menschen sich Kraft und Gesundheit in ihr Heim holen. Im späten 16. Jahrhundert entstand im Elsass die Idee, den Weihnachtsbaum mit Süßigkeiten zu behängen.

Erst im 18. Jahrhundert kamen die Kerzen hinzu. Es verging noch einmal ein Jahrhundert, bis der Tannenbaum jene Popularität erreicht hatte, die bis heute ungebrochen ist. Zunächst waren es im 19. Jahrhundert überwiegend die Stadtbewohner, die sich zu Weihnachten einen Tannenbaum in die gute Stube stellten und schmückten. Bald fanden auch die Menschen auf dem Land Gefallen an diesem Brauch, der sich von Deutschland aus über die ganze christliche Welt verbreitete.

Nordmanntanne und mundgeblasene Kugeln

Überwiegend sind es Tannen, die am Weihnachtsabend die Herzen der Erwachsenen und Kinder erfreuen. Daneben werden Fichten und andere Nadelhölzer als Christbäume verwendet. Besonders die Nordmann-Tanne wird gerne gekauft. Ihr Markanteil beträgt fast 80 Prozent. Davon werden nur 15 Prozent importiert. Die restlichen 85 Prozent stammen aus deutschen Wäldern oder Plantagen. In den 1950er Jahren dominierte die Rotfichte als Weihnachtsbaum. Später wurde sie von der Blaufichte abgelöst, die dichter wächst. Seit den 1980er Jahren ist die Nordmann-Tanne der in Deutschland der überwiegend genutzte Christbaum. Dieser Baum hat weiche Nadeln und überzeugt mit einer relativ hohen Haltbarkeit der Nadeln. Mundgeblasene Christbaumkugeln, wie wir sie heute kennen, existieren erst seit 1830.

Lametta, Strohsterne, Holzfiguren und Süßigkeiten sind weitere Elemente, mit denen ein Weihnachtsbaum geschmückt wird. Lametta ist eine Erfindung aus dem Jahr 1878. Es soll am Christbaum Eiszapfen symbolisieren. Allerdings wird Lametta nicht überall verwendet. In Oberfranken ist der Lamettabehang zum Beispiel tabu. In manchen Familien ist es noch heute Tradition, dass die Kinder den geschmückten Baum erst bei der Bescherung am Heiligen Abend sehen dürfen. Unterschiedlich ist die Verweildauer des Christbaums. Bei den Protestanten ist es üblich, den Weihnachtsbaum bis zum 6. Januar zu behalten, während er in katholischen Gegenden erst nach der Lichtmess am 2. Februar abgeschmückt und entsorgt wird.


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Kommentare

Den diesjährigen Weihnachtsbaum zum Fest liefern lassen – kalendarium24.de 2. Dezember 2018 um 3:03

[…] haben noch keinen Weihnachtsbaum oder haben keine Lust, den weihnachtlichen Baum durch die Gegend zu tragen? Auf das festliche Grüne möchte man hingegen auch nicht verzichten. […]

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