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Wann ist Pfingsten?

Wann ist eigentlich Pfingsten? Immer wieder taucht die gleiche Frage auf. Auch wenn die Termine wechseln, folgt doch Pfingsten einer eindeutigen und klaren Regelmäßigkeit. Pfingsten ist ein beweglicher Feiertag, der in Deutschland, Österreich, Luxemburg und in der Schweiz gültig ist.

pfingstenImmer wieder dieselbe Frage: Wann ist eigentlich Pfingsten? Doch die Nachfrage ist korrekt, denn es handelt sich um das jährliche Gedenkfest der Entsendung des Heiligen Geistes und ist gleichzeitig ein beweglicher Feiertag. So ist der Pfingstmontag ein gesetzlicher Feiertag in Deutschland, Österreich, Luxemburg und in weiten Teilen der Schweiz. Folglich wird Pfingsten jedes Jahr an einem anderen Termin im Kalender gefeiert. Doch völlig wahllos findet das Setzen des Pfingst-Termins doch nicht statt. Die einfach Regel lautet: Pfingsten wird am fünfzigsten Tag nach Ostern begangen.

Wenn Ostern beispielsweise wie in diesem Jahr (2011) auf den 24. April fällt, dann wird Pfingsten am 12. Juni gefeiert. Dieser Termin wiederholt sich übrigens erst wieder im Jahr 2095. Auch in der Vergangenheit gab es den Ostertermin am 24. April sehr selten. Seit der Einführung des Gregorianischen Kalenders gab es diesen Osterdatum und somit ein Pfingstfest am 12. Juni erst vier Mal. Und zwar in den Jahren 1639, 1707, 1791 und 1859.

Somit muss man bei der Bestimmung des Pfingst-Termins zunächst einen Blick auf die genaue Berechnung von Ostern werfen. Ostern fällt stets auf den Sonntag nach dem ersten Frühjahrsvollmond. Nach dieser Regel findet Ostern stets zwischen dem 22. März und dem 25. April eines Jahres statt. Folgerichtig fällt der Pfingstsonntag stets auf die Zeit zwischen dem 10. Mai und dem 13. Juni. Jeweils 50 Tage nach dem Osterfest.

Ausgangspunkt bildet der gregorianische Kalender – Berechnung des Osterdatums

Dennoch lässt sich die Frage nach dem korrekten Datum von Ostern und Pfingsten nicht beantworten. Schon in grauer Vorzeit stritten sich die Gelehrten um die korrekte Bestimmung des Termins. Aufgrund vieler Ungenauigkeiten wurde dann im 16. Jahrhundert der Gregorianische Kalender eingeführt. Er löste viele ungenaue und falsche Berechnungsmodelle ab. Dennoch folgten nicht alle Länder in der Welt dem neuen Kalendersystem, dass nach dem Papst Gregor XIII benannt wurde. Daraufhin wichen in Ländern mit einer orthodoxen oder altorientalischen Kirche die Termine für Ostern und Pfingsten bis zu mehrere Wochen voneinander ab. Bestes Beispiel ist die Türkei, die erst im Jahre 1926 den neuen gregorianischen Kalender übernahm. China folgte sogar erst 1949.

Der Gregorianische Kalender eliminierte gravierende Schwächen bei der genauen Bestimmung eines Jahres (Sonnenjahr) und der Berechnung von Vollmondzeitpunkten.

Folglich wird zur Berechnung des Osterdatums die Periode des Mondzirkels genutzt, nach der die Mondphasen alle 19 Jahre wieder auf das identische Datum fallen. Die korrekte Beantwortung der Frage: „Wann ist Pfingsten?“, wird somit eindeutig durch den Stand des Mondes (Vollmond) im Frühjahr bestimmt. Und war durch die Berechnung des Ostertermins und der anschließenden Addition von genau 50 Tagen.

Bestimmung von Pfingsten und beweglichen Feiertagen – Carl Friedrich Gauß fand die mathematische Lösung

Die Berechnung des Ostertermins ist somit der Ausgangspunkt auch von anderen beweglichen Feiertagen in unserem Kalendersystem. Auch die gesetzlich festgelegten Feiertage wie Christi Himmelfahrt, Fronleichnam oder Pfingsten hängen somit direkt mit dem Oster-Termin zusammen.

Wer also das Datum des betreffenden Osterfestes kennt, kann somit leicht den korrekten Termin des Pfingstfestes bestimmen. Schwieriger wird es dann schon, anhand des Mondes die einzelnen Daten zu berechnen. Die Lösung fand im Jahre 1800 der deutsche Mathematiker und Astronom Carl Friedrich Gauß, der den sogenannten Oster-Algorithmus entdeckte, mit dessen Hilfe Sie den korrekten Oster-Termin für jedes Jahr ableiten können. Auch heute noch haben die Berechnungen ihre Gültigkeit, wenn es darum geht, die richtigen Termine zu berechnen. So nutzen dann auch die heutigen Computer den Gaußschen Oster-Algorithmus.

Wer keine Lust hat, die Gaußsche Formel zu nutzen, hier die Pfingst-Termine für die nächsten Jahre:

  • 2011 – Ostern: 24. April – Pfingsten: 12. Juni
  • 2012 – Ostern: 8. April – Pfingsten: 27. Mai
  • 2013 – Ostern: 31. März – Pfingsten: 19. Mai
  • 2014 – Ostern: 20. April – Pfingsten: 8. Juni
  • 2015 – Ostern: 5. April – Pfingsten: 24. Mai
  • 2016 – Ostern: 27. März – Pfingsten: 15. Mai
  • 2017 – Ostern: 16. April – Pfingsten: 4. Juni
  • 2018 – Ostern: 1. April – Pfingsten: 20. Mai
  • 2019 – Ostern: 21. April – Pfingsten: 9. Juni
  • 2020 – Ostern: 12. April – Pfingsten: 31. Mai
  • 2021 – Ostern: 4. April – Pfingsten: 23. Mai
  • 2022 – Ostern: 17. April – Pfingsten: 5. Juni
  • 2023 – Ostern: 9. April – Pfingsten: 28. Mai
  • 2024 – Ostern: 31. März – Pfingsten: 19. Mai
  • 2025 – Ostern: 20. April – Pfingsten: 8. Juni
  • 2026 – Ostern: 5. April – Pfingsten: 24. Mai
  • 2027 – Ostern: 28. März – Pfingsten: 16. Mai
  • 2028 – Ostern: 16. April – Pfingsten: 4. Juni
  • 2029 – Ostern: 1. April – Pfingsten: 20. Mai
  • 2030 – Ostern: 21. April – Pfingsten: 9. Juni

Die Bedeutung von Pfingsten

Pfingsten wird heute in der Kirche als Abschluss der Osterzeit betrachtet und wird vielerorts auch als eigentlicher Geburtstag der Kirche bezeichnet. Dennoch hat besonders Pfingsten in der heutigen Zeit stark an Bedeutung als kirchlicher Feiertag verloren. Dafür finden heute zu diesem Termin viele volkstümliche und gesellschaftliche Veranstaltungen statt.


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